Ägypten: Die NG-Safari (Wracktour im nördlichen Roten Meer)

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Letztes Update: 24.09.2001

Als Anfang 1998 in der newsgroup de.rec.sport.tauchen die Idee einer gemeinsamen Safari am Roten Meer aufkam, hatte ich nicht daran gedacht, dabei zu sein. Nachdem das Unternehmen immer konkreter wurde, habe ich mich schließlich entschlossen mitzumachen. Infos zur Safari findet man z.B. im NG-Archiv auf http://www.dejanews.com, wenn man als subject "NG-Safari" eingibt. Weitergehende Infos zur MS Challenger finden sich auf http://www.red-sea-diving.com.

Das Boot

Die Tauchgänge

·        Die Wracks

·        Klein aber fein: Makroaufnahmen

·        Mein Fazit

 

Das Boot war ganz o.K. (jedenfalls besser als ich befürchtet hatte). Für die hauptsächlichen Beschäftigungen an Bord (Tauchen, Essen und Schlafen) war das Boot (oder sagt man Schiff?) gut ausgestattet, der Einbau einer Bowlingbahn oder eines Squashcourts wäre noch anzudenken.

 

Im Salon

 

Das Essen war in jeder Hinsicht sehr zufriedenstellend, der erhöhte Bedarf an Kohlenhydraten konnte schmackhaft gedeckt werden. Die Schlafkojen erschienen mir zunächst relativ klein (zwei Leute unten, einer oben):

Aber es zeigte sich schnell, daß dieses Problem keines war:

6 Uhr morgens, kurz bevor der Ruf "Tauchen" durch das Boot hallt

 

Auch mit den sanitären Einrichtungen konnte man soweit zufrieden sein, immerhin befand man sich ja auf Tauchsafari im Roten Meer. Und nach zwei Nächten weiß jeder, daß es nachts, wenn der Generator abgestellt wird, auch in den Toiletten kein Licht gibt ...

Die Abteilung "Keramik und Wasserspiele"

 

 

Die Tauchgänge wurden vorher besprochen. Dazu gab es Hinweise zur Strömung, zu den erwarteten Tierarten, die Hinweise zur Tiefenbeschränkung und einiges mehr. Dann ging es zum Anrödeln.

Genug Platz für alle

 

Bei einigen Gelegenheiten (z.B. bei erhöhtem Strömungsaufkommen) wurden wir mit dem Schlauchboot zum Tauchplatz gebracht und nachher auch wieder aufgefischt (Signalboje).

 

 

Neben schönen Rifftauchgängen waren es hauptsächlich die Wracks von Chrisoula K., Thistlegorm und Konsorten, die es mir besonders angetan haben. Es ist schon erstaunlich, wie groß so ein Schiff wirkt, wenn man sich von der Oberfläche langsam daraufzubewegt, und der Rumpf des Wracks langsam Konturen gewinnt. Auch das Betauchen der Laderäume war für mich sehr eindrucksvoll. Da leider aufgrund fotografischen Unvermögens die meisten Wrackbilder nichts geworden sind, muß ich diese Tour leider (grins) nochmal machen .... Aber hier ein paar Eindrücke:

 

 

 

 

 

 

 

Abtauchen in die Laderäume der Thistlegorm

 

 

Wie groß ist diese Schraube ?

 

Ja, das ist ein Taucher.

 

 

 

Für jeden Anfänger der uw-Fotografie sind Makroaufnahmen am leichtesten zu realisieren (glaube ich jedenfalls). Die Motive halten (meistens) still, Belichtung und Entfernung sind fest definiert. Bleibt nur noch die Bildgestaltung. Aber ich hoffe, die Zahl der angeschnittenen Köpfe mit der Zeit (und viel Übung) drastisch verringern zu können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mein Fazit:

Mein bisher schönster Tauchurlaub. Das mag nicht besonders viel heißen, denn soviele Tauchurlaube habe ich noch nicht gemacht. Aber ich würde (und werde!) das wiederholen. Besonders gut hat mir gefallen, daß das Tauchen so im Vordergrund stand (na, was für ein Wunder bei einer TAUCHsafari). Aber im Gegensatz zum Urlaub, den man am Strand verbringt, und wo nebenbei noch getaucht wird, hat eine Safari große Vorteile: kein Geschleppe von Ausrüstung über wacklige Stege, genug Platz zum Anrödeln und zum Verstauen der Ausrüstung usw. Natürlich kann das Unterhaltungsprogramm an Bord eines Safariboots nicht gegen ein Luxushotel anstinken (in welchem Hilton kann man nach dem Abendessen mit Delphinen schnorcheln ?) ...

Außerdem war die Stimmung an Bord gut. Jeder half jedem, wenn etwas fehlte oder kaputtging. Gesprächsstoff war auch immer genug da (klar hab' ich den Leopardenhai gesehen!). Deshalb heißt es für mich

 

Bis zum nächsten Mal !

 

 


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